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Klassische Musik und Oper von Classissima

Georg Friedrich HĂ€ndel

Dienstag 1. September 2015


ouverture

26. August

Ferrandini: Cantate drammatiche (Accent)

ouvertureGiovanni Domenico Ferrandini (1709 bis 1791) war lange nur als Name präsent. Man wusste, dass er zum Freundeskreis um Giuseppe Tartini gehörte, und dass ihn 1771 Vater und Sohn Mozart in Padua besuchten. Doch seine Musik war weitgehend verschollen. Das änderte sich, nach- dem Musikwissenschaftler festgestellt hatten, dass die Passionskantate Il pianto di Maria HWV 234 nicht von Händel, sondern von Ferrandini stammt.  Reinhard Goebel hat dann in den 90er Jahren dieses Werk eingespielt, und sorgte damit für Furore. Man schaute plötzlich genauer hin – und fand noch weitere Werke des Komponisten. So wurden in Stockholm Flöten- konzerte überliefert, die Darmstädter Sinfonien sind auch erhalten geblieben, und zudem etliche Passionskantaten.  Auch der Lebensweg Ferrandinis ließ sich nachvollziehen. Geboren wurde er in Venedig als Sohn eines Schuhmachers und Oboisten; 1722 kam er gemeinsam mit seinem Vater an den Münchner Hof. Dort trat der 13jährige in den Dienst des Kurfürsten Karl Albrecht – zunächst spielte er Oboe, später wirkte er als Komponist, und er war obendrein ein exzellenter Gesangslehrer. Mit 28 Jahren wurde Ferrandini zum Kammermusik- direktor ernannt. Dennoch schrieb er weiter Opern, diese sind teilweise erhalten geblieben. So konnte man 2003 in München zum 250. Geburtstag des Cuvilliéstheaters die Oper Catone in Utica erleben, die Ferrandini einst 1753 für die Eröffnung des Hauses geschaffen hatte. 1755 kehrte Ferrandini schließlich nach Italien zurück. Mit einer Pension des Kurfürsten ausge- stattet, ließ er sich in Padua nieder, und vermittelte fortan Sänger an die Münchner Hofoper.  Zu den Gesangsschülern Ferrandinis gehörten auch die Kinder des Kur- fürsten. Kurprinzessin Maria Antonia Walpurgis heiratete 1747 Kurprinz Friedrich Christian von Sachsen. Es wird daher nicht verwundern, dass sich etliche Kantaten Ferrandinis in den Beständen der Landesbibliothek Dresden befinden. Die Kurfürstin war in vielen Künsten beschlagen – sie malte, komponierte und dichtete. Ihre Libretti waren begehrt, ihre Texte wurden unter anderem von Ferrandini, Hasse und Ristori vertont. Auch bei den Kantaten, die aus dem Dresdner Bestand für diese CD ausgewählt wurden, sind Verse der Kurfürstin die Textgrundlage.  Die Mezzosopranistin Olivia Vermeulen und das Ensemble Harmonie Universelle unter Florian Deuter stellen drei Werke aus einem Band mit sechs Cantate con Istromenti vor. Es sind umfangreiche, anspruchsvolle Stücke, die aufhorchen lassen. Denn Ferrandini hat seine ganz eigene Variante des galanten Stils entwickelt. Er knüpft an musikalische Traditionen an, und gestaltet seine Werke ausdrucksstark, einfallsreich und dicht am Text. Auch die zwei Sinfonien des Komponisten machen deutlich, dass galanter Stil deutlich mehr ist als Seufzerfiguren und Gesäusel zu seltsamen Versen. Bezaubernd! Man wundert sich allerdings, wie ein Meister dieses Formates so in Vergessenheit geraten konnte.

musik heute

24. August

Barock-“Ensemble 392″ eröffnet Saison im HĂ€ndel-Haus

Halle/Berlin (MH) – Das junge Ensemble 392 eröffnet in diesem Jahr die neue Spielzeit im Händel-Haus Halle. Insgesamt 15 Konzerte mit Barock-Interpreten und -Ensembles stehen auf dem Programm, teilte die Stiftung Händel-Haus am Montag mit. [...] The post Barock-“Ensemble 392″ eröffnet Saison im Händel-Haus appeared first on MUSIK HEUTE .






ouverture

11. August

Handel: Keyboard Suites (Naxos)

Die Suites de Pièces pour le Clavecin von Georg Friedrich Händel, ver- öffentlicht im Jahre 1720, haben Generationen von Pianisten fasziniert. Es wird daher nicht verwundern, dass es eine Vielzahl von Einspielungen dieser Klavier- suiten gibt.  Händel hat nicht viele Kompositio- nen für das Cembalo geschaffen. Denn Geld war mit derartigen Editionen wohl kaum zu verdienen; Clavierwerke entstanden typischer- weise für den Unterricht oder aber für einen konkreten Auftraggeber, dem Mäzen zum Plaisir. Es wird vermutet, dass Händel in den acht „Londoner Suiten“ eine Reihe von Tanzsätzen zusammengefasst hat, die er zur Unterweisung seiner Schüler genutzt hatte. Diese Handschriften waren dann allerdings an Musikverleger verkauft worden, die eine Edition vor- bereiteten, was seinerzeit allerdings, da Noten noch aufwendig gestochen wurden, einige Zeit dauerte.  Händel erhielt davon Kenntnis – und publizierte seine Werke rasch selbst. Um seine eigene Version von jenem geplanten Raubdruck abzuheben, hat er zudem seine Musik überarbeitet und ergänzt. Und weil er nicht nur für das Marketing ein Händchen hatte, sondern vor allem auch grandiose Klänge geschaffen hat, sind seine Werke bis heute beim Publikum sehr beliebt. So erreichte eine Aufnahme dieser Klaviersuiten, eingespielt von dem britischen Pianisten Philip Edward Fisher in den Jahren 2008 und 2009, hunderttausende Klassikfans. Gleich in der ersten Woche nach Veröffentlichung stieg der erste Teil dieser Edition in die US-Billboard-Charts auf. Naxos hat nunmehr auch den zweiten Teil veröffentlicht.  Fisher musiziert auf einem modernen Konzertflügel. Er nähert sich diesen umfangreichen und großartigen Werken eher unbefangen und beschwört in seiner Interpretation den Geist der Improvisation. Allerdings hat er mit dem musikalischen Vokabular, das Händel und seinen Zeitgenossen ganz selbstverständlich war, offenbar wenig Erfahrung. Mit „Alter“ Musik kennt sich Fisher hörbar nicht aus. Seine Sicht auf das Werk ist die Retrospek- tive; das klingt ganz locker so, als hätte es Bemühungen um eine historisch authentische Aufführungspraxis nie gegeben. Die großen Pianisten früherer Jahre haben die Noten ähnlich subjektiv ausgedeutet – aber diese alten Aufnahmen begeistern durch ihre handwerkliche Brillanz und durch ihre Aura. Davon kann ich hier leider nichts spüren. Schade.

Georg Friedrich HĂ€ndel
(1685 – 1759)

Georg Friedrich HĂ€ndel (23. Februarjul. 1685 - 14. April 1759) war ein deutsch-britischer Komponist in der Epoche des Barocks. Sein Hauptwerk umfasst 42 Opern und 25 Oratorien – darunter den Messias mit dem bekannten Chorwerk „Halleluja“ – sowie zahlreiche Werke fĂŒr Orchester und Kammermusik. HĂ€ndel, dessen kĂŒnstlerisches Schaffen sich auf alle musikalischen Genres seiner Zeit erstreckte, war gleichzeitig als Opernunternehmer tĂ€tig. Er gilt als einer der fruchtbarsten und einflussreichsten Musiker ĂŒberhaupt. HĂ€ndels Werke gehören seit mehr als 250 Jahren ununterbrochen zum AuffĂŒhrungsrepertoire, lĂ€nger als die jedes anderen Komponisten.



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